In dem Mammutfeld von 13.000 Läuferinnen und Läufern befanden sich beim 24. Volksbank‑Marathon in Münster auch drei Langstreckler des LC Rapid.
Schnellster von ihnen war Lorenz Rix, der in der neuen persönlichen Bestzeit von 2:25:38 Stunden (Nettozeit: 2:25:34) als Elfter das Ziel am Prinzipalmarkt erreichte. Der 30‑jährige Rapido, der an der TU Dortmund Chemie studiert, kam zudem in der separat durchgeführten Altersklassenwertung M30 auf einen respektablen vierten Rang. Seine bisherige Marathon‑Bestzeit (2:28:58 Stunden) hatte er am 12. April 2026 in Enschede aufgestellt.
Der Schützling von Rapid‑Coach Günter Schrogl spulte die 42,195 Kilometer in einem gleichmäßigen Tempo herunter. Die Zehn‑Kilometer‑Marke passierte er in 34:28 Minuten, die Halbmarathon‑Distanz in 1:12:52 Stunden, und nach 30 Kilometern zeigte die Uhr 1:43:03 Stunden an. „Lorenz hatte sich optimal auf den Marathon vorbereitet, sodass er sich auf der anspruchsvollen Strecke durch die Altstadt und die Außenbezirke von Münster um über drei Minuten verbessern konnte“, erläuterte Schrogl.
Bereits im Vorfeld hatte Lorenz Rix seine vielversprechende Form unterstrichen: Bei der DO IT FAST – Sommer Edition am 6. September auf Phoenix West eilte er im Lauf der Hauptklasse über 10 Kilometer in 32:46 Minuten dem gesamten Feld davon. Im Frühjahr hatte er sich zudem bei den NRW‑Meisterschaften in Oeventrop souverän den Titel über 10 Kilometer in 33:04,74 Minuten gesichert – und das, obwohl er noch den Marathonlauf von Enschede in den Beinen hatte.
Sascha van Staa mit keiner optimalen Vorbereitung
Etwas mehr hatte sich Sascha van Staa vom Lauf in der Domstadt erhofft. Der Gymnasiallehrer für Mathematik und Latein erreichte das Ziel als Zwölfter im Gesamtklassement in 2:28:18 Stunden und als Fünfter der Altersklasse M30 – 2:40 Minuten hinter seinem Teamkollegen Lorenz Rix. Bis zur Halbmarathon‑Marke (Zwischenzeit: 1:15:22 Stunden) hatten die beiden Rapidos noch einträchtig nebeneinander gelegen, doch dann musste van Staa immer mehr abreißen lassen.
Seine Bestzeit hatte der frühere Fußballspieler vor zwei Jahren in Berlin aufgestellt, als er die klassische Distanz in 2:18:45 Stunden zurücklegte. Eine ähnliche Zeit hatte er sich für Münster erhofft, doch einige kleine Verletzungen und grippale Infekte unterbrachen mehrfach seine Marathonvorbereitungen.
Das Rapid‑Trio in Münster komplettierte Ralf Klauke, der in 3:04:00 Stunden das Ziel erreichte. Damit belegten die Rapidos hinter der Running Crew Münster (7:52:49 Stunden) in der Teamwertung in 7:57:43 Stunden den zweiten Rang und stellten gleichzeitig einen neuen Vereinsrekord auf.
Die alte Bestmarke hatte 23 Jahre lang Bestand: 8:17:05 Stunden benötigten Jens Wilky, Thomas Buddenberg und Mario Volmer am 11. Mai 2003 beim Karstadt‑Marathon von Bochum nach Dortmund.
Etwas wehmütig schaute am vergangenen Wochenende Alexandra Krämer nach Münster. Die ehrgeizige Langstrecklerin des LC Rapid wollte dort eine neue Marathon‑Bestzeit (aktuell: 2:47:59 Stunden) aufstellen, doch bei ihren Vorbereitungen zog sie sich eine schmerzhafte Verletzung zu, als ein PKW‑Fahrer seine Autotür aufriss, ohne auf sie zu achten. Nun will Dortmunds schnellste Marathonläuferin Versäumtes am 11. Oktober in Essen nachholen.
[Peter Middel]