Was für ein Einstand! Erst im Februar 2026 gegründet, hat die Ü32-Kreisauswahl aus dem Kreis Dortmund bei ihrer ersten Teilnahme an der Westfalenmeisterschaft direkt ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit Platz zwei, der Qualifikation für die Westdeutsche-Meisterschaft und vielen positive Eindrücken im Gepäck blickt das Team auf einen rundum gelungenen Turniertag zurück. Seit der Gründung vor gerade einmal vier Monaten traf sich das Team etwa alle vier Wochen zum Kennenlernen, Trainieren und gemeinsamen Kicken. Viel Zeit, um Abläufe einzustudieren oder Automatismen zu entwickeln blieb also nicht. Was jedoch sehr schnell entstand war ein guter Teamgeist.
Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein zeigte die Dortmunder Auswahl von Beginn an eine starke Turnierleistung. Insgesamt acht Mannschaften gingen an den Start. Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“, sodass jede Begegnung direkten Einfluss auf die Abschlusstabelle hatte.Die Dortmunderinnen blieben über das gesamte Turnier hinweg ungeschlagen, kassierten lediglich ein Gegentor und beendeten die Gesamtrunde als Tabellenführer. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, wie viel Erfahrung in der Mannschaft steckt. Jede Spielerin brachte ihre individuellen Stärken und langjährige Fußballerfahrung ein. Trotz der kurzen gemeinsamen Vorbereitungszeit war das Zusammenspiel bemerkenswert und machte deutlich, wie schnell aus Spielerinnen unterschiedlicher Vereine ein echtes Team werden kann.
Als ungeschlagener Tabellenführer ging die Dortmunder Auswahl schließlich in das abschließende Entscheidungsspiel gegen den zweitplatzierten Vorjahressieger. Dass die endgültige Platzierung trotz der bereits ausgespielten Tabelle noch einmal auf dem Platz entschieden werden sollte, verlieh dem Turnier eine ganz eigene Note. In den zehn Minuten Spielzeit begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Nach einem torlosen 0:0 musste der Sieger im 9-Meter-Schießen ermittelt werden. Hier setzten sich die Titelverteidigerinnen von Olympique Minden mit 0:1 durch.
Die Enttäuschung über den knapp verpassten Turniersieg hielt sich jedoch in Grenzen. Zu groß war die Freude über eine herausragende erste Turnierteilnahme. Schließlich hatte die Mannschaft auf Anhieb gezeigt, wie viel Qualität und Zusammenhalt in ihr steckt. Ein weiteres Highlight gab es in der Einzelwertung: Sandra Schröer sicherte sich die Torjägerkanone und wurde Torschützenkönigin des Turniers.
Neben fünf Trainingsbällen durfte sich die Mannschaft über 80 Liter Freibier freuen – ein Preis, der bei den sommerlichen Temperaturen mindestens genauso gut ankam wie die sportliche Auszeichnung.
Das Wichtigste aber bleibt die sportliche Leistung: Ungeschlagen durch das Turnier, Tabellenführer nach der Gesamtrunde und erst im 9-Meter-Schießen gestoppt – eine Bilanz, die sich mehr als sehen lassen kann.
Durch ihre Platzierung qualifizierte sich die Dortmunder Auswahl zudem für die Westdeutsche-Meisterschaft am 4. Juli 2026 in Duisburg-Wedau. Dort möchte das Team an die starke Leistung anknüpfen und erneut zeigen, was in ihm steckt.
Der erste gemeinsame Auftritt war jedenfalls ein voller Erfolg – sportlich, menschlich und nicht zuletzt auch gesellig.
[Patrick Senf-Pawlinsky]