Fehler sind menschlich, aber diese Panne hätte nicht passieren dürfen. Beim Westenergie Marathon in Essen verpasste ein Führungsradfahrer einen Wendepunkt, sodass viele Läuferinnen und Läufer auf die falsche Strecke geschickt wurden und einige Kilometer mehr liefen. Als der Fehler der Veranstaltungsleitung gemeldet wurde, beschlossen die Verantwortlichen spontan, die fehlende Distanz an das Rennen anzuhängen.
Dies hatte allerdings zur Folge, dass die Strecke, wie die Statuten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) es vorschreiben, nicht mehr amtlich vermessen war. Darüber ärgerte sich vor allem Alexandra Krämer (LC Rapid), die nach 2:47:01 Stunden als überlegene Siegerin das Ziel erreichte und damit eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt hätte, wenn dem Führungsradfahrer nicht das Malheur passiert wäre. Ihre und auch die Zeiten der anderen Läuferinnen und Läufer werden keinen Platz in der DLV-Bestenliste finden, da niemand genau weiß , wie lang die „Marathonstrecke“ in Essen tatsächlich war. So wird am Jahresende die Angestellte der Stadt Dortmund voraussichtlich mit der Zeit von „nur“ 2:52:49 Stunden, die sie am 26. April in Düsseldorf erzielte, einen Platz in der Jahresabschluss-Bilanz des DLV finden. Alexandra Krämers Hausrekord steht seit am 6. April vergangenen Jahres bei 2:47:59 Minuten.
Maurice Eisfeld dominiert in der Klasse M 55
Recht gut hatte sich Maurice Eisfeld aus den Essener Marathonlauf vorbereitet. Der 55-jährige passierte am Baldeneysee in 2:50:51 Stunden die Ziellinie und sicherte sich damit den Erfolg in der Klasse M 55. Sein Teamkollege Martin Milch folgte ihm in 2:51:08 Stunden auf den Fersen und konnte sich damit in der Altersklasse M 50 in die Siegerliste eintragen.Gereon Max beschränkte bei der Laufveranstaltung rund um den Baldeney-See auf eine See-Runde, legte diese in 1:13:36 Stunden zurück und zeigte damit in der Alterskategorie allen die Fersen.
Sascha van Staa mit starken Auftritten in Köln und Coesfeld
Bei einer Marathon-Veranstaltung in Köln, die zu den stimmungsvollsten in Nordrhein-Westfalen zählt, startete Sascha van Staa auf der Halbmarathon-Distanz über 21,1 Kilometer zusammen mit 17.000 Läuferinnen und Läufer und erkämpfte sich in dem Mammutfeld einen hocheinzustufenden 16. Rang. Der Lehrer des Hörder-Phoenix-Gymnasiums hatte sich wieder gut erholt von seinem Start beim Münster-Marathon, den er in 2:28:14 Stunden beendete.
Sascha van Staa, der im Frühjahr wegen verschiedener Verletzungen immer wieder zugeworfen wurde, sprüht zurzeit wieder vor Wettkampffreude. So startete der Ex-Fußballer auch noch beim gut besetzen Straßenlauf in Coesfeld, wo er sich im 10-Kilometer-Lauf der Männer in erfreulichen 31:59 Minuten den zweiten Platz erkämpfte. Sein Teamkollege Lorenz Rix gab in Coesfeld der 5-Kilometer- Distanz den Vorzug und überzeugte dort als Sieger in 15:40 Minuten. Der Chemiestudent der TU Dortmund glänzte zuvor beim Münster-Marathon mit seiner neuen persönlichen Bestzeit von 2:25:34 Stunden.
Konzentration nun auf den Westfalenparklauf
„Mit den zuletzt erzielten Ergebnissen können wir sehr zufrieden sein. Zurzeit konzentrieren wir uns auf den Westfalen-Park am 8. November, wo wir vor heimischer Kulisse mehrere vordere Plätze belegen wollen,“ betont Rapid-Trainer Günter Schrogl.
Der Dortmunder Volksbank Westfalenparklauf wird wie in den letzten Jahren wieder von der Dortmunder Arbeitsgemeinschaft Straßenlauf, zu der die Viermärker Waldlauf Gemeinschaft, der LC Rapid, der LT Bittermark und der TSV Kirchlinde gehören. durchführt Es werden Streckenlängen von 2,5 bis 10 Kilometer angeboten.
[Peter Middel]
