Auch Dortmunder Amateurfußballer tanzen auf drei Hochzeiten. Die eine, die Meisterschaft, läuft über das Jahr. Die zweite, die Hallenstadtmeisterschaft, endete gerade. Und die dritte geht auch langsam in die entscheidende Phase. Der „Sparkasse Dortmund Kreispokal“ ist längst ein Wettbewerb, der auf viele Vereine einen besonderen Reiz ausübt. Gerade Teams, die in der Tabelle jenseits von Gut und Böse stehen, erleben im K.o-System des Pokals Spannung pur.
Die Viertelfinals stehen am 26. März an. Und es sind in der Tat vier Mannschaften dabei, die auch das Viertelfinale in der Halle bestritten. Die Auslosung erfolgte übrigens vor den Finals in der Helmut-KörnigHalle.
Der neue Stadtmeister BSV Schüren, auch im Freien eine Pokalmannschaft, erwischt allerdings ein Hammerlos. Viel unbequemer als auswärts beim Landesliga-Spitzenreiter FC Roj geht es wohl kaum. Unbequem war es für die Schürener übrigens auch im Achtelfinale, das die Mannschaft von Trainer Sascha Rammel beim SC Osmanlispor 10:9 nach Elfmeterschießen gewann. Der FC Roj schied in der Halle gegen den ASC 09 Dortmund im Viertelfinale aus und bekommt jetzt gegen ein Topteam der Stadt eine zweite Chance in einem Viertelfinale. Diese hatte sich Roj mit einem klaren 4:1 beim Landesliga-Konkurrenten SV Brackel 06 verdient.
Der gerade erwähnte Titelverteidiger des Pokals und der Dritte in der Halle, der ASC 09 Dortmund, fährt zu den Dortmunder Löwen nach Brackel. Diese Partie hatte es im Endspiel 2022 bereits gegeben. Damals verloren die Löwen noch als A-Kreisligist 2:5 im Aplerbecker Stadion. Vielleicht gelingt den Rot-Gelben nun daheim die Revanche Im Achtelfinale hatten sie nach Elfmeterschießen K.F. Sharri aus dem Wettbewerb geworfen. Der ASC gewann 5:2 beim Westfalenligisten FC Brünninghausen.
Seinen eigenen Reiz erfährt das Duell des Bezirksligisten Eving Selimiye Spor gegen Türkspor Dortmund. Beide Vereine haben türkische Wurzeln. In ihnen spielen aber längst Spieler verschiedener Nationen, was am speziellen Charakter der Partie nicht viel ändert. Eving gewann im Achtelfinale 3:2 gegen den Hombrucher SV, Oberligist Türkspor schlug auswärts den Lüner SV 4:0.
Bleibt noch das Aufeinandertreffen der Bezirksligisten Kirchhörder SC gegen Westfalia Huckarde an der Kobbendelle. Der KSC hatte sich mit einem 5:3 über den VfR Sölde qualifiziert, die Huckarder mit einem 4:0 über den Landesligisten TuS Hannibal. Dazu brachte es die Westfalia ins Viertelfinale der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft.
Unser Kreisvorsitzender Andreas Edelstein blickt voraus: „Ich freue mich, bald der nächsten Siegerehrung beizuwohnen. Auch der Sparkasse Dortmund Kreispokal ist längst auch finanziell so lukrativ, dass sich der Sieg lohnt. Und natürlich ist der Gewinner auch im Westfalenpokal dabei, wo es dann wieder ganz andere Kaliber gibt.“ Zwei der drei Hochzeiten bieten also noch Tanzflächen für viele Vereine.
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[Alex Nähle]