Nach einigen Jahren Pause nahm die Schiedsrichtermannschaft des Fußballkreises Dortmund wieder am traditionellen Hallenturnier in Warburg teil. Sportlich zeigte das Team eine starke Leistung, kämpfte sich bis ins Halbfinale und verpasste den Einzug ins Finale erst im Strafstoßschießen. Neben zahlreichen Toren, spannenden Spielen und einigen echten Traumtoren stand vor allem das Miteinander der Schiedsrichtervereinigungen im Mittelpunkt.
Torreiches Turnier mit Höhen und Tiefen
Zum Auftakt wartete mit dem Team aus Bochum direkt eine offensivstarke Mannschaft. In einer torreichen Begegnung lag Dortmund gleich dreimal in Führung, musste sich am Ende jedoch mit 3:4 geschlagen geben. Vor allem in der Rückwärtsbewegung fehlte zunächst noch die nötige Disziplin. Zwei Traumtore in der letzten Spielminute besiegelten die unglückliche Niederlage. Für einen besonderen Moment sorgte das Dortmunder Team abseits des Ergebnisses: Bei einer Eckstoßentscheidung zugunsten der Gegner bewiesen die Dortmunder Schiedsrichter vorbildliches Fair-Play.
Gegen den spielstarken Gegner aus Paderborn entwickelte sich anschließend eine intensive und umkämpfte Partie. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, sodass das 1:1 am Ende ein leistungsgerechtes Ergebnis darstellte.
Auch gegen die Duisburger Youngstars übernahm Dortmund von Beginn an die Spielkontrolle. Trotz zahlreicher guter Möglichkeiten und mehrerer starker Paraden des gegnerischen Torwarts musste zwischenzeitlich der Ausgleich durch ein weiteres Traumtor hingenommen werden. Die Dortmunder blieben jedoch dran und belohnten sich schließlich mit einem knappen, aber verdienten 2:1-Sieg.
Im letzten Gruppenspiel gegen Hannover erwischte die Mannschaft einen denkbar schlechten Start und lag früh mit 0:2 zurück. Doch die Dortmunder bewiesen Moral, legten den Schalter um und drehten die Partie mit vier späten Treffern noch in einen verdienten 4:2-Erfolg.
Halbfinal-Aus im Strafstoßschießen
Mit einer starken Vorrunde im Rücken ging es ins Halbfinale gegen die Duisburger Oldies, die sich später den Turniersieg sichern sollten. Es entwickelte sich erneut ein enges Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Dortmund scheiterte mehrfach am starken gegnerischen Torwart und musste sich nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit schließlich mit 2:3 im Strafstoßschießen geschlagen geben.
Für Irritation sorgte dabei der Einsatz des Torwarts der bereits ausgeschiedenen Duisburger Youngstars, der im Halbfinale für die Oldies zwischen den Pfosten stand und letztlich auch im Strafstoßschießen den Unterschied ausmachte. Auch im zweiten Halbfinale verstärkte sich eine Mannschaft im Tor mit einer Person aus einem bereits ausgeschiedenen Team.
Es war besonders schade, dass der bis dahin großartige Wettbewerb dadurch schlagartig seinen sportlichen Reiz verlor.
Ein ungewöhnliches kleines Finale
Im Spiel um Platz drei kam es damit erneut zum ehrlichen Ruhrpott-Duell zwischen Dortmund und Bochum. Nach den Ereignissen im Halbfinale war die sportliche Spannung allerdings weitgehend verflogen. Statt eines verbissenen Platzierungsspiels entwickelte sich ein lockerer Spaß-Kick, bei dem immerhin die Tore sehenswert waren und kurioserweise beide Teams ununterscheidbar in ihren schwarzen Trikots gegeneinander antraten. Unter anderem sorgte ein Seitfallziehertor für Unterhaltung. Nach einem 4:4 in der regulären Spielzeit ging es ins Strafstoßschießen. Dabei verlor schließlich jeder ein wenig den Überblick darüber, wer eigentlich die Nase vorn hatte. Die Turnierleitung zog die Konsequenz und annullierte die Partie kurzerhand vollständig, sodass der dritte Platz nicht vergeben und keine Mannschaft dafür geehrt wurde.
Oktoberfest als perfekter Abschluss
Nach dem sportlichen Teil wartete auf die Dortmunder Schiedsrichter der nächste Programmpunkt: das Warburger Oktoberfest. Im Festzelt wurde bis tief in die Nacht gefeiert und der Turniertag in geselliger Runde ausklingen gelassen. Gerade dieser gemeinsame Abschluss zeigte einmal mehr, worum es bei solchen Veranstaltungen neben einem sportlich fairen Wettkampf geht: um Begegnungen, Freundschaften und den Austausch zwischen den Schiedsrichtervereinigungen. Es bleibt ein unterhaltsamer Tag mit vielen Toren, spannenden Spielen und einer gelungenen Feier in Erinnerung.
Ein herzlicher Dank gilt dem Kreis Höxter für die Einladung und die Organisation dieses traditionellen Turniers. Die Schiedsrichtermannschaft des Fußballkreises Dortmund freut sich über die Gelegenheit, nach einigen Jahren wieder in Warburg dabei gewesen zu sein – und nimmt neben vielen sportlichen Eindrücken vor allem die schönen gemeinsamen Momente mit nach Hause.