Rund 1150 Läuferinnen und Läufer starteten am Sonntag (01. Februar) bei der Winteredition des Straßenlaufes „Do it Fast“ auf Phönix-West. Bei Sonnenschein und Temperaturen um die fünf Grad Celsius, nutzten die zahlreichen Athletinnen und Athleten über fünf oder zehn Kilometer die guten Bedingungen, liefen schnelle Zeiten und sorgten für eine gute Stimmung auf und neben der Strecke.
Für Aufsehen sorgte Raoul Janning (M35) vom Braunschweiger Laufclub, ein Ultra-Marathonläufer, der in dieser Disziplin bereits mehrfach im Nationaltrikot starten durfte und daher als hoch gehandelter Favorit in das Rennen über die zehn Kilometer ging. Den Erwartungen wurde der Ultraläufer gerecht, und so feierte er in 31:54 Minuten einen souveränen Start-Ziel-Sieg.
„Die Strecke ist flach und schnell. Dass, ich von Anfang an allein laufen musste, war vom Kopf her herausfordernd. Insgesamt bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden mit der Zeit.“
Für den Ultra-Marathonläufer, er gewann zu seiner Hochzeit 2022 Bronze in der Mannschaft bei den Europameisterschaften über die fünfzig Kilometer auf der Straße, sind solche kürzeren Distanzen im Wettkampf eine Seltenheit. So wird er beim Hannover-Marathon im April Tempomacher für die deutsche, international startende Langstreckenläuferin Laura Hottenrott sein.
Siegerin mit langer Anreise
Der „Do it Fast“ ist einer der wenigen Straßenläufe, die Anfang eines jeden neuen Jahres stattfinden und zieht daher Läuferinnen und Läufer aus ganz NRW und darüber hinaus an - so auch Lena Müller vom TG Melbach aus Hessen, welche über die fünf Kilometer in der Frauenklasse siegte. Früher Mittelstrecklerin, ist sie mittlerweile auf längeren Distanzen zu Hause und absolvierte die zwei Runden des Rundkurses auf Phönix-West in 17:42 Minuten.
Für diesen Erfolg reiste die 27-jährige Melbacherin bereits einen Tag vorher fünf Stunden mit der Bahn an. „Ich bin vor vier Jahren das erste Mal beim „Do it Fast“ gestartet. Damals bin ich über Instagram auf das Event aufmerksam geworden. Ich finde die Veranstaltung super organisiert. Es macht sehr viel Spaß und die Strecke ist schnell. Ich mache gerne Wettkampf-Trips über das Wochenende, das gehört für mich zum Sport dazu.“
Schnellster Mann und Tagessieger über die fünf Kilometer wurde schließlich Sören Sprehe aus Bielefeld in 15:26 Minuten.
Eine starke Leistung beim „Do it Fast“ zeigte ebenfalls die Lokalmatadorin und ehemalige Mittelstrecklerin der LGO Dortmund Laura Hansen. Über die zehn Kilometer lief sie nach einem gesundheitsbedingten schwerem letztem halben Jahr in starken 37:04 Minuten auf den Silberrang in der Frauenklasse. Gewinnen konnte Franzi Bossow aus Bielefeld in 36:32 Minuten.