Ben Duwenbeck sicherte sich bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Sindelfingen nach einer spannenden Flugshow den Stabhochsprung-Titel mit der neuen persönlichen Bestleistung von 5,15 Meter. Vizemeister wurde Nikolas Tietze (SV Halle), der mit 5,10 Meter ebenfalls einen neuen Hausrekord für sich verbuchen konnte.
Eingestiegen war der Stabartist der LG Olympia Dortmund bei 4,55 Meter. Bis einschließlich 4,90 Meter meisterte alle Höhen im ersten Versuch. Das Zittern begann für ihn erst bei 5,00 Metern, für die er dreimal anlaufen musste. Sein Hauptkonkurrent Nikolas Tietze der erst bei 4.80 Meter den Wettkampf begann, benötigte für die 5,00 Meter lediglich einen Versuch.
Die beiden Rivalen ließen beide die 5,05 Meter aus und versuchten sich an der nachfolgenden Höhe von 5,10 Meter. Diese Höhe meisterte der Schüler des Hörder Goethe-Gymnasiums gleich im ersten Versuch, während Nikolas Tietze zweimal daran scheiterte und erst beim dritten Versuch erfolgreich war.
Und der Stabhochsprung-Krimi ging weiter. Der Hallenser ließ die 5,15 Meter aus, während Ben Duwenbeck diese Höhe bereits bei seinem zweiten Versuch meisterte. An 5,20 scheiterten die beiden Kontrahenten, sodass der Titel an den überglücklichen Dortmunder ging, hinter dem ein äußerst schwieriges Jahr lag.
Grenzenlose Freude bei Ben Duwenbeck
Nach dem Gewinn der Goldmedaille kannte Bens Freude keine Grenzen. „Der Titelgewinn fühlt sich schon richtig geil an,“ sagte er gegenüber Leichtathletik.de, „ich bin letztes Jahr schon fünf Meter gesprungen und hatte danach ein schweres Jahr mit vielen Verletzungen. Jetzt bin ich wieder rechtzeitig in Form gekommen. Ich habe gewusst, es geht einiges, aber so gut, das hat mich schon überrascht. Ich wusste, dass ich gut drauf bin. Dass ich 5,15 Meter überspringe, das hätte ich nicht gedacht. Bei 5,20 Meter war dann einfach die Luft raus, aber diese Höhe bewahre ich mir für den Sommer auf,“ kündigte der neue Titelträger an.
[Peter Middel]