Es gibt kaum einen Dortmunder Leichtathletik-Kampfrichter, der in der Halle bzw. auf dem Sportplatz soviel Zeit verbrachte wie Reinhold Schulte-Eickhoff. Der ehemalige Polizeibeamte, der am 10. April seinen 90. Geburtstag feiert, führte genau Buch über seine Einsätze als Unparteiischer.
Dabei kam er auf über 2000 Veranstaltungen, bei denen er sich als Unparteiischer in den Dienst der Sportlerinnen und Sportler stellte. Rechnet man all seine ehrenamtlichen Stunden, die er sich für die Leichtathletik einsetzte, dann kommt mehr als ein Jahr zusammen. Reinhold Schulte-Eickhoff (Dortmund) hatte das Glück, dass sich seine Frau Ursula Schulte-Eickhoff ebenfalls der Kampfrichterei verschieben hatte, sodass sie ihr zeitintensives Hobby gut teilen konnten.
Von 1982 bis zur Corona-Zeit war Reinhold Schulte-Eickhoff, der als Aktiver vornehmlich längere Strecken lief, Kampfrichter. Dabei war er von Vereinsveranstaltungen bis hin zu deutschen Meisterschaften sowie internationalen Meetings im Einsatz. Keine Aufgabe war ihm im Kampfrichterbereich fremd. Viele Athletinnen und Athleten kennen ihn auch als Starter bei Bahnveranstaltungen und Straßenläufen. Beim Parklauf „Rund um den Fernsehturm“ im Dortmunder Westfalenpark gelang ihm einmal eine bemerkenswerte Leistung. Er betätigte sich zunächst als Starter, gab dann seine Pistole einem Kampfrichter-Kollegen und rannte anschließend noch selbst mit. In seinen letzten Jahren als Kampfrichter engagierte Reinhold Schulte-Eickhoff oft auch bei Meisterschaften als Koordinator für Siegerehrungen.
Hohe Auszeichnung 2011
Der eifrige Leichtathletik-Mitarbeiter, der dem TUS Westfalia Hombruch angehört, war nicht nur als Langstreckler aktiv. Viele Jahre erfüllte er auch die Bedingungen für das Goldene Sportabzeichen.
Für sein vorbildliches ehrenamtliches Engagement wurde Reinhold Schulte-Eickhoff 2011 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
[Peter Middel}