Geschulte Spielführer geben ihr Wissen weiter ...
Selbst für einen erfahrenen Juniorenfußball-Begleiter wie Matthias Kick (59) hatte die Abschlussfahrt nach Frankfurt zum DFB-Campus etwas. Nach insgesamt neun Schulungsmodulen war er mit Führungsspielerinnen und -spielern, sowie den Vertretern des Kreisvorstandes in Personen von Andreas Edelstein und Patrick Senf-Pawlinsky des Dortmunder Fußballkreises „auf“ Abschlussfahrt.
„Wir haben viele interessanten Eindrücke gesammelt, gutes Essen genossen und eine spannenden Führung mitgemacht“, berichtet Matthias Kick. „Bedanken möchten wir uns bei Peter Frymuth, Boris Guzijan, Andreas Edelstein sowie Aimee Koch, Laura Ordonio und Leon Günther, die letztlich gemeinsam den Besuch vor Ort möglich gemacht haben.“
Bereits zum dritten Mal hatte der Fußballkreis Dortmund die Idee des Kreisvorsitzenden Andreas Edelstein der Spielführerschulungen umgesetzt. Matthias Kick übernahm den Auftrag gerne. „Ich war ja sehr lange Leiter des Nachwuchsbereiches des ASC 09. Als der Kreis auf mich zukam, habe ich nicht lange gezögert. Denn Gewalt, aber auch auf den Fußball übertragener politischer und religiöser Extremismus bedürfen dringend der Aufklärung.“
Und das neunmodulige Programm kam sehr gut an. „Wir hatten uns an die Vereine gewandt, um Kandidaten, also Führungsspieler, zu finden, die Informationen aufnehmen und dann weitergeben. Aber es durften auch Schiedsrichter mitmachen. Wichtig ist, dass es sich bei ihnen um glaubwürdige und zuverlässige Multiplikatoren handelt.“
Dem Kreis sei wichtig, dass dieses Programm viele Facetten berücksichtige. „Die Ziele lassen sich auf unseren Seiten im Netz ja nachlesen: Ich fasse sie aber gerne zusammen:
Es geht zunächst um die Verbesserung der Kommunikation Schiedsrichter/Spielführer, weswegen uns die Teilnahme unserer Unparteiischen auch sinnvoll erscheint“, nennt Kick den ersten Aspekt. „Weitere Punkte sind: Bildung und/oder Ausbau sozialer Kompetenz und Bildung vereinsübergreifender Netzwerke, Sich kennen heißt, sich verstehen, Einblick in den Aufbau des Spielbetriebs und in die Arbeit des Fußballkreises, Gemeinsame Erfahrungen und Austausch zu Grenzüberschreitungen im Sport, Führungsspielerdialog/Verhalten als Spielführer, Schiedsrichterwesen und Sportgerichtsbarkeit
sowie - ganz wichtig - Deeskalation, Zivilcourage und demokratische Bildung.“
Die Schulungsinhalte Verbands- und Kreisstrukturen, Schiedsrichterwesen, Sportgerichtsbarkeit, Führungsspielerdialog, Grenzüberschreitungen im Sport, Verhalten als Spielführe, Boxtraining, Gewaltprävention, Deeskalation, Zivilcourage und Demokratische Bildung, BVB
-Lernzentrum, Sport trifft Handwerk / IHK, Lebensplanungseminar, Bildung und/oder Ausbau sozialer Kompetenz und Bildung vereinsübergreifender Netzwerke, Prävention zum Thema Extremismus, Interaktiver Medieneinsatz, Kommunikationsseminar sowie Medienkompetenz und soziale Netzwerke kamen laut Kick bei allen Teilnehmern gut an. „Natürlich schafft es der eine oder andere zeitlich mal nicht und natürlich kommen von den 50, die starten, nicht alle durchs Ziel, aber selbst wenn am Ende 20 Spielführer oder Schiedsrichter durchhalten, haben wir viel erreicht“, resümiert Matthias Kick. „Wer sich für die kommende Auflage interessiert, darf sich gerne bei mir melden.“
Nur zu: Denn die Teilnehmer wie Maxim Lebedew waren begeistert: „Das war vielseitig und spannend“, fasste der Schiedsrichter des SC Husen-Kurl zusammen und sprach damit allen aus den Herzen.
[Alex Nähle]