Quelle: SGA-Fotografie
Der TV Brechten hat seinen Titel. „Endlich“, kommentierte Trainer Nico Klotz das 1:0 (0:0) gegen Emporkömmling Westfalia Dortmund im Sparkasse Dortmund Kreispokal-Finale der Frauen am Donnerstagabend. „Wir hatten jetzt mehrere Endspiele, zuletzt in der Halle, verloren. Daher tut das gerade richtig gut“, erklärte der Coach auf der Fahrt zur großen Party in der Stadt. Im Übrigen traf sich auch die Westfalia zum Tanz in den Mai. Und zwar nicht wie der TVB im „Klubhaus“ in der City, sondern im eigenen Vereinsheim. „Das hat sich das Team wirklich verdient. Wir sind unfassbar stolz auf unsere Frauen“, sagte der Vorsitzende Maurice Temme.
Das „Goldene Tor“ für den Westfalenligisten hatte Ramona Stachel (76.) nach unglücklicher Abwehr der gegnerischen Keeperin erzielt. Temme glaubte die Brechtenerin im Abseits: „Das wäre dann zwar bitter, aber letztendlich gratulieren wir unserem Gegner, weil er nach ausgeglichener erster Hälfte im zweiten Abschnitt einen Tick besser war als wir, zumal wir auch eine Gelb-Rote Karte kassiert haben.“Die Begeisterung über das Spiel vor guter Kulisse in Eichlinghofen hielt sich auch bei Klotz in Grenzen: „Das war über weite Strecken nicht gut. Höhepunkte hatte dieses Finale kaum. Aber wir brauchten wahrscheinlich genau solch ein glückliches Tor. Anders hätte es wohl nicht geklappt.“ Stolz aber war natürlich auch der Siegertrainer. Schließlich zählt zu einem Pokaltriumph ja der gesamte Wettbewerb. Und darin hatte der TVB einen souveränen Lauf bis ins Finale hingelegt. Die Westfalia übrigens auch. „Wir sind dazu Erster der Bezirksliga“, sagte Maurice Temme. „Und wir haben es sehr weit im Pokal geschafft. Wir genießen das Erlebnis und tanzen alle gemeinsam in den Mai.“
Nico Klotz und seine Brechtenerinnen ließen es auch krachen: „Ich glaube, dass die Anspannung bei uns vorher und auch im Spiel zunächst richtig groß war. Daher feiern wir jetzt umso ausgelassener.“ Es war beiden Teams zu gönnen.
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[Alex Nähle]