Wenn Amateurfußballer im Großraum Dortmund vom Verband reden, meinen sie meistens den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen, kurz den FLVW. 2024 waren 1.049.104 Mitglieder in 2033 Vereinen mit 14.511 Mannschaften zusammengeschlossen, was sich selbstverständlich etwas verändert haben wird. Von der Leichtathletik kommen davon 108.000 Mitglieder aus 555 Vereinen. Im Übrigens gibt es nur in Westfalen die Kooperation von Fußballern und Leichtathleten in einem Verband.
Traditionalisten werden wissen, dass das FLVW-Gebiet ziemlich deckungsgleich mit der ehemaligen preußischen Provinz Westfalen ist. Dazu kommt das Land Lippe. Die Bayern wird freuen, dass sie größer sind als die „Preußen“, denn ihr Landesverband kam 2023 auf 1.592.098 Mitglieder. Die hiesigen Fußballer könnten nun kontern, dass zu unserem Bundesland auch der Fußballverband Niederrhein gehört. Ehrlicherweise bringt er es „nur“ auf 438.097 Mitglieder, was in Addition immer noch nicht den Bayern-Wert bringt.
Wie dem auch sei: Interessant ist noch innerhalb NRW der Fall Bottrop. Vereine aus dieser Stadt spielen im Verband Niederrhein, der Stadtteil Kirchhellen zählt aber zum FLVW. Insgesamt organisiert der FLVW den Spielbetrieb in 29 Kreisen.
Vorgänger des FLVW war der am 8. November in Hamm gegründete Fußballverband Westfalen, der später dem Westdeutschen Sportverband beitrat. Dann gab es noch den Volkssportverband Westfalen, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Iserlohn für den Regierungsbezirk Arnsberg entstanden war. Diese Vereine schlossen sich aber dem Fußballverband Westfalen an. 1954 fusionierten Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen zum FLVW.
Die höchsten Fußball-Ligen sind die insgesamt fünftklassige Oberliga bei den Männern und die viertklassige Westfalenliga bei den Frauen. Der FLVW ist aktuell durch die Männer von Borussia Dortmund in der Bundesliga vertreten, das höchst spielende Frauenteam ist der VfL Bochum in der 2. Liga. Dafür schaffen es unsere Schiedsrichter gleich doppelt in die Bundesliga. Der Münsteraner Florian Exner und der Recklinghäuser Sören Storks vertreten den FLVW in der höchsten deutschen Spielkasse. Dann folgt schon Timo Gansloweit vom SC Husen-Kurl, der den Fußballkreis Dortmund in die 2. Bundesliga bringt.
Weitere Informationen [Alex Nähle]