Am Samstag fand in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle ein Länderkampf zwischen westfälischen Talenten und Teams aus Belgien (Flandern und Wallonie), Luxemburg und den Niederlanden statt. Der internationale Vergleich aus der Altersklasse U18 war eine wertvolle Erfahrung für das 35-köpfige Team aus dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW).
Das internationale Kräftemessen hat eine lange Tradition. Vor allem mit den Niederlanden hat sich Westfalen schon mehr als 40 mal zum gemeinsamen Wettstreit getroffen. Nach zwischenzeitlicher Pause wurde der Vergleich in den vergangenen Jahren ausgeweitet. In dieser Größenordnung fand der Länderkampf zum dritten Mal statt – nun zum ersten Mal in Dortmund. Neben den beiden belgischen Teams aus Flandern und Wallonien waren auch die Niederlande und Luxemburg mit ihren Nationalmannschaften in die Helmut-Körnig-Halle gekommen, so dass insgesamt 170 Athletinnen und Athleten am Start waren. „Ich denke, wir haben einen tollen Rahmen und eine schöne Atmosphäre geboten. Angefangen von der feierlichen Eröffnungszeremonie bis zur gemeinsamen Siegerehrung und der ‚Pasta-Party‘ im Anschluss, bei der sich alle noch mal zusammensetzen und austauschen konnten“, freut sich der leitende Landestrainer Sebastian Nowak über die gelungene Veranstaltung.
goldgas-Talent Max Wolgast sorgte mit übersprungenen 4,60 Meter für ein Ausrufezeichen [Foto: FLVW].
Insgesamt elf Disziplinen standen bei den weiblichen und männlichen Jugendlichen auf dem Programm. Am meisten Punkte in der Teamwertung hatten am Ende die Niederlande (428 Punkte) vor den Auswahlen Flanders und der Wallonie gesammelt. Westfalen landete mit 310 Punkten auf einem respektablen vierten Rang vor Luxemburg. Für die westfälischen Athletinnen und Athleten war es eine wertvolle Erfahrung, sich mit der international starken Konkurrenz messen zu dürfen.
Bernhard Bußmann, Vorsitzender des Verbands-Leichtathletik-Ausschusses (VLA), unterstrich im Nachgang die Bedeutung des Länderkampfs, die weit über den sportlichen Aspekt hinausgeht: „Für die meisten ist es der erste internationale Wettkampf. Allein die Nominierung für so einen Wettkampf ist eine Auszeichnung für die Jugendlichen. Sie sind schon am Tag vorher im SportCentrum Kaiserau zusammengekommen und durften dann am Wettkampftag gemeinsam zur Halle fahren. Das sind alles tolle Erlebnisse, an die man sich als Athletin und Athlet lange erinnert.“
Für viele westfälische Talente war es das erste internationale Kräftemessen [Foto: FLVW].
Diese Erlebnisse sollen den Nachwuchs-Talenten auch in Zukunft geboten werden. Ziel ist es, diese internationalen Wettkämpfe in regelmäßigen Abständen stattfinden zu lassen. Auch für die jüngere Altersklasse U16 will man diese Möglichkeiten schaffen. Für den Herbst dieses Jahres ist bereits ein interessanter Vergleich in Planung. Wenn alles klappt, geht es zu in Berlin zu einem Wettstreit gegen alle nord- und ostdeutschen Verbände.
Weitere Informationen:
[FLVW.de]