Allgemein Leichtathletik

Drei Titel für die LG Olympia Dortmund bei den westfälischen U18- und U16-Meisterschaften in Hagen

Mit den westfälischen U18- und U16- Titelkämpfen in Hagen bot der Fußball-und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) den Jugendlichen zum Abschluss der Late Season noch einmal Meisterschaften im XXL-Format. 440 Athletinnen und Athleten, die an zwei Tagen insgesamt 735 Starts absolvierten, honorierten die vorbildliche Durchführung unter den schwierigen Coronaschutz-Bedingungen mit spannenden Wettkämpfen und vielen respektablen Leistungen. Mit zum Gelingen der Meisterschaften hat auch das herrliche Spätsommerwetter beigetragen, das am vergangenen Wochenende noch einmal richtig aufdrehte. Auch die Dortmunder Leichtathleten wussten mit drei Titeln und vielen guten Platzierungen zu gefallen.

Im 800m-Lauf gab es ein spannendes Finish zwischen Louisa Hassel (LG Olympia Dortmund) und Ida Lefering (LG Coesfeld), das die Dortmunderin in der neuen persönlichen Bestzeit von 2:14,45 Minuten (bisher 2:15,18 Min.) vor der Coesfelderin (2:14,78 Min.) für sich entschied. „Wir sind die ersten 200 Meter recht schnell angegangen und hatten bei 400 Meter eine Zwischenzeit von 63 Sekunden,“ berichtete Louisa Hassel, für die das hohe Tempo etwas ungewohnt schnell war, denn sie startete in dieser Saison vornehmlich auf der 1.500m-Distanz, auf der sie bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn Vierte war. Ob 800 Meter oder 1.500 Meter- die junge Mittelstrecklerin (Jahrgang 2003), die schon Fußball und Tennis gespielt sowie getanzt hat, liebt beide Strecken. „Wer über 1.500 Meter gut sein möchte, muss auch schnell über 800 Meter sein. Daher werde ich in Zukunft weiter doppelgleisig verfahren,“ betonte die 17-jährige LGOerin, die von Christof Neuhaus und Lars Schelp betreut wird.
Im Stile einer Klasseläuferin sicherte sich Lilly Claire Kemper (LGO) den Titel im 800m-Lauf der Klasse W 14. Die Athletin von LGO-Coach Steven Orlowski ging nach einer 400m-Zwischenzeit von 73 Sekunden erst 200 Meter vor dem Ziel in Führung und verteidigte diese sicher bis zum letzten Meter. In der neuen persönlichen Bestzeit von 2:28,46 Minuten siegte sie knapp, aber sicher vor der Wattenscheiderin Elina Best (2:29,85 Min.).
Im Stabhochsprung dominierte Till Marburger (LGO) mit 4,60 Meter vor Michael Böger (LG Lippe-Süd, 4,10m). Für den Schützling von Finn Atzbacher, der sich Ende Juni in der Schweiz bereits über 4,75 Meter schwang bildete dieser Titelgewinn noch einen versöhnlichen Saisonausklang, nachdem er zuletzt verletzungsbedingt in den letzten Monaten in seiner positiven Leistungsentwicklung zurückgeworfen wurde.
Nicht mit sich zufrieden war Emil Bekker (LGO) mit seinem Auftritt im 100m-Sprint der Klasse U18. In 11,10 Sekunden musste er Mateusz Lewandowski (FC Schalke 04), der mit 11,07 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit erzielte, den Vortritt lassen. „Ich hatte Leistenprobleme, die mir vor allem auf den letzten Metern Probleme bereiteten. Sonst wäre das Rennen eventuell anders ausgegangen,“ meinte der sichtlich enttäuschte LGOer, der in dieser Saison schon 10,83 Sekunden über 100 Meter erreichte.
Im 200m-Lauf war Mateusz Lewandowski (21,86 Sek.) ebenfalls nicht zu schlagen. Als Vizemeister gefiel der LGOer Alexander Pyka in 23,16 Sekunden. Auf der kurzen Sprintdistanz war er Vierter in 11,40 Sekunden.
Für ein weiteres erfreuliches Sprintresultat sorgte Benedikt Platte, der sich im 100m-Sprint der Klasse M 15 in der neuen persönlichen Bestzeit von 11,78 Sekunden (bisher 12,05 Sek.) den zweiten Platz erkämpfte. Im Weitsprung gefiel Marlon Klein (LGO) als Vizemeister mit 5,70 Meter. Der Schützling von Michael Kohl konnte sich darüber hinaus noch über dieselbe Platzierung im Dreisprung mit 11,30 Meter freuen.
Im 800m-Lauf der Klasse M 14 steigerte sich Lenny Fred Riebel als Zweiter auf 2:08,38 Minuten (bisher 2:11,54 Min.)
Großer Jubel herrschte bei Paul Gröver (LGO), der als Dritter in einem sehr schnellen 800m-Lauf (400m-Zwischenzeit 58 Sekunden) mit starken 1:59,75 Minuten (bisher 2:01,75 Min.) erstmals unter der „Schallmauer“ von zwei Minuten blieb.
Im 800m-Lauf der Klasse W 15 trieben sich die LGOerinnen Lina Ebbinghaus (3. in 2:26,44 Min.), Marie Sylvie Meyer-Piton (4. in 2:26,52 Min.) und Jagoda Wolanin (5, in 2:27,52 Min.) gegenseitig zu schnellen Zeiten.
Im Stabhochsprung der weiblichen Jugend W 15 gelang Susanna Amelie Lieber Fee (2. mit 3,00m) und Paula Schulte im Walde (3. mit 3,00m) jeweils der Sprung auf das Siegertreppchen. Paulas Schwester Marie Schulte im Walde kam im Kugelstoßen mit 10,72 Meter ebenfalls auf den Bronzerang. Direkt dahinter platzierte sich Marla Grade (alle LGO) als Vierte mit 10,26 Meter.
Im Stabhochsprung der Klasse W 14 schwang sich Vianne Wilke über 2,90 Meter und wurde damit Vizemeisterin.

Text/Foto: Peter Middel

Bildzeile: Louisa Hassel erwies sich in Hagen als schnelle Spurterin

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