Allgemein Leichtathletik

Kreisrekordliste der Dortmunder Leichtathleten weist viele Weltklasse-Leistungen auf

Höher, schneller,weiter. Dank eines umfangreichen Regelwerks sind die Leistungen in der Leichtathletik vergleichbar-nicht nur bei Wettkämpfen, sondern auch über mehrere Generationen hinweg. Daher führt jeder Verband, jeder Kreis und jeder Verein Rekordlisten.

Allerdings muss man die Aussage über die Vergleichbarkeit in den Laufwettbewerben ein wenig relativieren, denn bis Mitte der 1970iger Jahre wurde noch auf einer Aschenbahn gelaufen, auf der man nicht so schnell war wie auf den heutigen  Kunststoffpisten. Auch die früheren Spikes  lassen sich mit den heutigen  Modellen nicht mehr vergleichen.

Kreisstatistiker Wolfgang Franke hat die wettkampffreie Zeit genutzt, um die umfangreichen Kreisrekordlisten bei den Männern und Frauen zu aktualisieren. Schaut man sich einmal die verschiedenen Zahlen an, kommt man zu der Feststellung, dass die Dortmunder Leichtathletinnen und -athleten nicht nur in diesem Jahr, sondern bereits in den zurückliegenden Dekaden  absolute Spitze in Deutschland  waren. So stehen die Zeiten  von Paul Schmidt (OSV Hörde), die er 1959 in Köln mit 1:46,2 Minuten über 800 Meter und 1958 in Dortmund mit 2:20,2 Minuten  über 1.500 Meter erzielte, immer noch in der aktuellen Kreisrekordliste. Der unvergessene Dortmunder Mittelstreckler vollendet im kommenden Jahr sein 90. Lebensjahr.

Wie in Stein gemeißelt in der Dortmunder Statistik erscheinen  auch die 44,66 Sekunden von Ingo Schultz (LGO) über 400 Meter (2001), die 7:56,6 Minuten von Martin Hedtkamp (OSC Thier) über 3.000 Meter (1980), die 2:15:44 Stunden von Peter Spahn  (LAV co op) im Marathonlauf (1984), die 48,48 Sekunden von Olaf Hense (LGO) über 400m-Hürden (1993), die 8:27,8 Minuten von Manfred Schoeneberg (OSC/ 1980) über 3.000m-Hindernis und natürlich die 8.706 Punkte, die Frank Busemann 1996 als Silbermedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen in Atlanta/USA erzielte.

Eine andere Halbwertszeit als die Uralt-Rekorde haben sicherlich die 13:23,71 Minuten von Mohamed Mohumed (LGO) über 5.000 Meter. Der Schützling von Pierre Ayadi  stellte diesen Kreisrekord  am 16. September 2020 im belgischen Heusden auf. Da der amtierende deutsche 5.000-Meter-Meister  noch längst nicht sein Leistungspotential ausgeschöpft hat, wird es im kommenden Jahr wahrscheinlich lediglich eine Frage der Zeit sein, wann er die 13:23,71 Minuten toppen wird.

Auch die vielen Kreisrekorde  in den Jugend- und Schülerklassen bilden einen eindrucksvollen Beleg für die Klasse der Dortmunder Nachwuchsathleten auch in früheren Jahren.

Die Kreisrekorde der Schüler & Männer finden Sie hier.

Die Kreisrekorde der Frauen folgt.

Foto/Text: Peter Middel

Bildzeile: Der Olympia-Zweite von Atlanta (1996), Frank Busemann (Nr. 5044), wird seinen Kreisrekord im Zehnkampf wahrscheinlich noch lange behalten. Inzwischen ist er Hobbyläufer.

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