Mit einer Bronzemedaille, einer persönlichen Bestleistung und insgesamt drei Platzierungen unter den besten Sechs kehrten die fünf Stabhochspringerinnen und Stabhochspringer der LG Olympia Dortmund von den Deutschen Meisterschaften in Hannover zurück. Die Titelkämpfe wurden im Rahmen des Multisport-Events „Die Finals“ vor der eindrucksvollen Kulisse des Opernplatzes ausgetragen. Während die übrigen Entscheidungen der Leichtathletik-DM in Bochum-Wattenscheid ausgetragen wurden, erhielten die Stabhochspringer im Herzen der niedersächsischen Landeshauptstadt ihre eigene große Bühne.
Für das sportliche Glanzlicht aus Dortmunder Sicht sorgte Constantin Rutsch, der sich mit übersprungenen 5,30 Metern ein wenig überraschend die Bronzemedaille sicherte. Nach seinem dritten Platz im Jahr 2024 gewann der LGO-Athlet damit zum zweiten Mal Bronze bei Deutschen Meisterschaften im Freien. Starke und immer wieder wechselnde Windböen machten den Anlauf für die Männer schwer berechenbar und verhinderten insgesamt größere Höhen. Gleich mehrere hoch gehandelte Athleten blieben ohne gültigen Versuch oder schieden ungewöhnlich früh aus, unter anderem der elffache Deutsche Meister Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics). Constantin Rutsch ließ sich von den anspruchsvollen Bedingungen jedoch nicht aus dem Konzept bringen und überquerte 5,30 Meter im zweiten Versuch. Damit belegte er hinter dem neuen Deutschen Meister Marec Metzger (TSV Gräfelfing), der als einziger Athlet 5,40 Meter meisterte, und dem höhengleichen Fabio Wünsche (SC Potsdam) den dritten Rang.
Neben der Medaille durfte sich der LGO-Springer auch über die besondere Atmosphäre freuen. Rund 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten den Wettbewerb unmittelbar an der Anlage und sorgten für lautstarke Unterstützung. Trotz der aufgrund des Windes vergleichsweise niedrigen Siegeshöhe zeigte sich Constantin Rutsch nach dem Wettkampf entsprechend begeistert von der Kulisse und seiner gewonnenen Medaille.
Hendrik Hohmann auf Platz sechs
Auch Hendrik Hohmann erreichte bei den schwierigen Verhältnissen eine Platzierung unter den besten Sechs. Mit übersprungenen 5,00 Metern belegte er den sechsten Rang. Für Till Marburger, der eineinhalb Wochen zuvor noch eine neue persönliche Bestleistung aufstellen konnte, lief der Wettbewerb dagegen unglücklich. Er fand bei den wechselnden Windbedingungen nicht zu seinem gewohnten Anlauf und blieb ohne gültigen Versuch.
Diese hervorragende Atmosphäre in Hannover nutzte Lea Laux zu einem starken Auftritt. Die 24-Jährige übersprang erstmals 4,10 Meter und stellte damit eine neue persönliche Bestleistung auf. In einem hochklassigen Wettbewerb bedeutete dies den sechsten Platz. Regine Bakenecker meisterte 3,95 Meter und belegte damit den neunten Rang. Deutsche Meisterin wurde Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart) mit 4,55 Metern vor der erst 18 Jahre alten Anna Hiesinger (LAZ Ludwigsburg), die sich auf 4,40 Meter steigerte, und Sarah Vogel (Eintracht Frankfurt) mit 4,30 Metern.
[LGO]