Quelle: FLVW-Dortmund
Blau-Weiß schlägt Schwarz-Gelb und holt danach im Finale den Titel. Was für viele Dortmunder wie blanker Horror gilt, nahmen sie am Samstagmorgen sogar gerne hin. Denn der Wambeler SV feierte nicht nur seinen ersten Hallenfußball-Stadtmeisterschaftstitel. Er beendete auch die Eintönigkeit der Siegerliste, die den BVB zuletzt dreimal als Sieger aufgewiesen hatte. Erfan Ismaily, der Borussinnen-Trainer, erkannte aber an: „Das verpasste Finale ist schmerzhaft, aber in der Halle ist eben alles möglich. Die anderen Teams spielen auch guten Fußball, wir haben gekämpft, aber es hat im Halbfinale knapp nicht gereicht. Das müssen wir akzeptieren.“
SG Lütgendortmund (neun Titel), SV Berghofen (sechs), Eintracht Dorstfeld vier, Borussia Dortmund (drei) sowie Westfalia Wickede mit einem Titel standen bislang auf der Siegerliste. Jetzt kommt mit dem WSV ein sechster Verein dazu. Die Wambelerinnen waren bisher nicht mal unter die besten Vier gekommen.
Jetzt aber war alles anders. In der Gruppe lag der SV Hohenlimburg nur wegen des besseren Torverhältnisses vor dem späteren Stadtmeister. Dann aber gelang der große Coup. Wambel besiegte die favorisierten Borussinnen. Michelle Barteczko traf doppelt, Lucy Wisniewskis Tor für den BVB änderte nichts am Triumph. Und dann stand für den Bezirksligisten immerhin noch der Landesligist TV Brechten im Weg. Den besiegte Wambel mit 6:5 nach Elfmeterschießen. „Es ist unfassbar. Ich bin total stolz. Wir schlagen einen starken Landesligisten und den BVB. Es ist einfach nur schön. Dieses Gefühl, den Titel gewonnen zu haben, ist der Hammer“, kommentierte WSV-Coach Markus Rothaupt im Kreise seiner jubelnden Stadtmeisterinnen.
Die Brechtenerinnen hatten zuvor den SV Hohenlimburg mit einem 4:0 ins Spiel um Platz drei geschossen. Das gewann die Borussia dann mit 3:1 gegen den SV Hohenlimburg. Dieser Samstag aber gehörte nur besonders den Wambelerinnen, die sich für ihre Bezirksliga-Saison durch den ersten Platz in der Halle einen Schub erhoffen.
Die Torjägerkanone sicherte sich

Den goldenen Handschuh für die beste Torhüterin ging an vom Wambeler SV.

Die beiden Vereine, welche im Finale waren bekamen je 500 € für die Jugendabteilungen von der Kreis Handwerkerschaft.

Der Fanpreis der AOK ging an zwei besonders laute Fangruppen in der Helmut-Körnig-Halle. Zum einen an die Fans vom TV Brechten und Westfalia Dortmund.


[Alex Nähle]