Fast zehntausend Zuschauer (insgesamt an drei Tagen) verwandelten die Helmut-Körnig-Halle an der Strobelallee am vergangenen Wochenende wieder in Deutschlands Leichtathletik-Stimmungshochburg. Zum 13. Mal wurden dort die deutschen Hallenmeisterschaften ausgetragen, zum ersten Mal sorgte ein Stimmungsblock mit Fangesängen und Choreographie für fast stadionähnliche Stimmung. Doch nicht nur auf den Tribünen lieferte das Publikum aus der gesamten Region, auch sportlich wussten viele der Starter der LG Olympia bei ihrem Heimspiel zu überzeugen.
Bester Dortmunder wurde dabei Constantin Rutsch, der im Stabhochsprung der Herren mit übersprungenen 5,30 Metern auf einen guten fünften Rang sprang. „Mit der Platzierung hier kann ich wirklich zufrieden sein“, erklärte der 25-jährige. Bis zu den an diesem Tag zu hohen 5,40 Metern hatte Rutsch dabei alle Höhen im ersten Versuch gemeistert und seine starke Form untermauert. „Das waren bis einschließlich 5,30 wirklich gute Sprünge. Ein bisschen ärgere ich mich daher schon, dass ich nicht darauf aufbauen und noch weiter vorne mitspringen konnte“, so Rutsch, der sein Wissen mittlerweile auch als Landestrainer in Westfalen weitergibt.Dahinter sprang auch Hendrik Hohmann in die Top-8-Ränge, stellte seine Hallenbestleistung ein und wurde Achter (5,20 Meter).
Zwei Dortmunder Springerinnen gingen auch im Stabhochsprung der Frauen an den Start, wo es mit Rang Sieben für Zoe Jakob (3,90 Meter) und Rang Sechs für Regine Bakenecker (4,00) ebenso zwei erfreuliche Resultate gab. „Regine ist technisch sehr gut gesprungen, da sind wir auf einem sehr guten Weg. Zoe hatte eine beeindruckend konstante Saison mit fünf Wettkämpfen in Folge über vier Metern – das ging sehr schnell, zudem wir einen neuen Trainingsansatz verfolgen“, erklärte auch Coach Liam Harris, der die beiden Athletinnen durch den Wettkampf begleitete. „Bei beiden sehe ich aber noch viel Entwicklungspotenzial, und die Fortschritte, die wir schon jetzt in kurzer Zeit gemacht haben, stimmen mich für den Rest des Jahres sehr zuversichtlich“.
Im vergangenen Jahr noch die Silbermedaille bei den Titelkämpfen an selber Stelle gewonnen, ging es für Dortmunds Mittelstreckenhoffnung Karolina Haas am Samstag zunächst um den Finaleinzug. Im mit Abstand schnellsten Halbfinale musste Haas dabei zwar zunächst auf die Zeit hoffen, qualifizierte sich darüber schlussendlich aber doch als Viertschnellste der Halbfinals für den Endlauf. Beim Indoor Meeting noch Bestleistung gelaufen, hielt sich Haas sich am Sonntag auch in den ersten beiden Runden gut, musste dem hohen Tempo schlussendlich aber Tribut zollen und kam nach 2:06,90 Minuten als Achte ins Ziel.
„Blicken zufrieden zurück“
„Mit insgesamt fünf Top-8-Platzierungen schauen wir zufrieden auf das „Heimspiel“ in Dortmund zurück. Wir haben viele gute Leistungen erlebt“, zog auch LGO-Vorstandsmitglied Finn Atzbacher ein positives Fazit. „Auch wenn der Ausrutscher nach ganz oben bei dem einen oder anderen Athleten ausgeblieben ist, können uns viele Leistungen optimistisch auf die Sommersaison blicken lassen“.
[Ben Duwenbeck, RN]