Allgemein Leichtathletik

Stark besetzte Nachwuchs-Wettkämpfe zum Saisonausklang im Stadion Rote Erde

Ich wäre so gerne unter den zweieinhalb Minuten geblieben.“, ärgerte sich Leni Heydenreich (LG Olympia) nach den 800 Metern der W 12 bei den Nachwuchswettkämpfen im Stadion Rote Erde, mit denen der Kreis Dortmund, die kurze Sommersaison der Leichtathleten abschloss. Dass die 12jährige trotz vorzüglicher 2:30,83 Minuten nicht zufrieden war, macht deutlich, mit wieviel Ehrgeiz und Einsatz rund 300 Talente der Dortmunder Vereine an den Start gingen. Werden diese Mädchen und Jungen sorgfältig gefördert und aufgebaut, muss niemandem um die Zukunft der heimischen Leichtathletik bange sein.  Die gleichaltrige Vereinskameradin der 800-Meter-Siegerin, Paula Oberstadt imponierte durch viel versprechende 10,48 Sekunden über 75 Meter und 4,64 Meter im Weitsprung.  In der W 13 stellten sich mit der Hürdensprinterin Isabell Assmann, die in 10,58 Sekunden über die 60 – Meter Hürden flog und Hochspringerin Marlene Robertz, die 1,45 Meter meisterte, weitere hoffnungsvolle Mädchen vor. Foria Preker drückte mit vier Siegen bei fünf Starts den Wettkämpfen in der Klasse ihren Stempel auf.

So gewann die aktuelle Nummer drei der deutschen Weitsprungbestenliste in der Klasse W11 ihren 50 Meterlauf mit neuer Bestzeit von 7,68 Sekunden, die 800 Meter mit einer neuen Bestleistung von 2:45 Minuten, den Weitsprung mit 4,35 Metern und den Hochsprung mit 1,25 Metern. Auch im Ballwurf produzierte die Athletin von Michael eine neue Bestweite, blieb jedoch deutlich hinter den Tagesbesten zurück. 

Ole Wörmann beeindruckt im Sprint und im Weitsprung

Erst 11 Jahre zählt Ole Wörmann, der vor kurzem die 50-Meter- Kreisbestzeit auf tolle 7,11 Sekunden drückte und jetzt mit 7,18 im Sprint und 4,64 Meter im Weitsprung erfolgreich war. Ben Duvenbeck ( M 12) trommelte die 75 Meter in starken 10,34 Sekunden herunter und warf den Ball (200 Gramm) auf ausgezeichnete 52,50 Meter. Er wurde im Ballwurf durch den ein Jahr älteren Maximilian Hehlert übertroffen, der vorzügliche 55,60 Meter verbuchte und zudem die 75 Meter in hervorragenden 9,74 Sekunden sprintete.  Imponierend mit welcher Energie Aik Straub (alle LGO) über die 800 Meter der M 13, ohne gefordert zu werden, in 2:21,38 Minuten kämpfte.

Zahlreiche weitere gute Leistungen bereiteten Freude, und es war schade, dass diese vor einer leeren Tribüne nicht die verdiente Anerkennung fanden.

Wenn man bedenkt, dass die Kinder in den letzten Monaten nur eingeschränkt oder gar nicht trainieren konnten, dann sind die erzielten Leistungen recht hoch zu bewerten. Für die Mädchen und Jungen war es wichtig, zum Saisonausklang noch einmal eine Wettkampfmöglichkeit zu haben, denn so haben sie gesehen, dass sich das Training für sie in den letzten Monaten gelohnt hat,“ erklärte Lisa Ryborz.

Dortmunds Sportwartin empfand es als angenehm, dass die Wettkämpfe coronabedingt ohne Zuschauer stattfanden. „Dadurch waren die Kinder wesentlich entspannter und lockerer,“  beobachtete Lisa Ryborz.

Leoparden gewinnen gegen die Geparden  

Parallel zu den Wettkämpfen im Stadion fand  auf dem östlichen Nebenfeld ein Kinderleichtathletik-Wettkampf   (KiLa) statt. Uns war es wichtig, dass auch den ganz jungen Leichtathleten in dieser Saison wenigstens eine Möglichkeit geboten wird, `Wettkampfluft` zu schnuppern. Für einige der sechs -und siebenjährigen Kindern war es der erste Wettkampf überhaupt, da der letzte KiLa-Wettkampf am Ende der Wintersaison coronabedingt ausfallen musste,“ erklärte Kreis-Jugendwartin Verena Gebhardt.  

Die Kinder, die da waren, waren auf jeden Fall sehr glücklich darüber, dass sie sich gegenseitig messen konnten, wobei das Gegeneinander sehr im Hintergrund stand. Es gab zwei Teams, eins aus Lanstrop und eins mit Kindern vom LAC und von Lanstrop. Die Teams haben sich eigene Namen gegeben, sodass das Team „Leoparden“ (LAC und Lanstrop) gegen die „Geparden“ antrat. In den vier spielerischen Disziplinen wurde geguckt, ob die „Leoparden“ oder die „Geparden“ an diesem Tag die sportlicheren waren. Nach der Hindernis-Sprint-Staffel, dem Druckwurf und dem Zielweitsprung hatten die Leoparden zwei Siege und Geparden einen Sieg zu verzeichnen. Die anschließende Biathlon-Staffel war also entscheidet und konnte von den Leoparden gewonnen werden. „Allgemein waren wir aufgrund der geringen Teilnehmerzahl sehr schnell mit dem Wettkampf durch, was unter anderem auch  den Helferinnen und Helfern entgegenkam, die sehr gut die einstündige Veranstaltung unterstützt haben, Urkunden duften auf Grund des Hygienekonzepts nicht ausgeteilt werden,. Die Trainer haben die Urkunden anschließend zum Ausdrucken zugeschickt bekommen.  „Wir hoffen, dass wir es auch unter den schwierigen Bedingungen in der Halle schaffen werden, den ein oder anderen KiLa-Wettkampf durchführen zu können,“ zeigt sich Verena Gebhardt optimistisch.

Text: Horst Merz, Peter Middel; Foto: Michael Kohl

Bildzeile: Immer mit Abstand: Im Stadion Rote Erde und auf dem östlichen Nebenfeld wurden die Hygiene-Bedingungen streng eingehalten.

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