Leichtathletik

Die Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund bilden den ersten Leichtathletik-Höhepunkt im Olympiajahr

Die deutschen Hallenmeisterschaften am 20./21. Februar in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle bilden das erste Leichtathletik-Highlight im Olympiajahr. 265 Athletinnen und Athleten werden an diesen Titelkämpfen teilnehmen. Einige von ihnen werden sich in gut fünf Monaten auf den Weg nach Tokyo machen, wo vom 23. Juli bis 8. August  die Olympischen Spiele stattfinden werden.

Wegen der aktuelle Corona-Lage werden keine Zuschauer bei den Titelkämpfen in der Halle an der Strobelallee zugelassen, aber es gibt an beiden Meisterschaftstagen einen Livestream. Dies teilte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV)  im Rahmen einer Video-Konferenz mit.

An diesem virtuellen Treffen nahm  auch die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW, Andrea Milz, teil.„Die Leichtathletik ist das  Sportland NRW sehr wichtig. Daher waren wir sehr froh, als wir die Botschaft hörten,  dass diese Titelkämpfe in den augenblicklich schwierigen Zeiten überhaupt stattfinden können. Von diesen Meisterschaften wird sicherlich ein Glanz  in die Sportwelt ausgehen, der zeigt, dass es neben Corona noch etwas  Anderes gibt, über das man sprechen  kann,“ so Andrea Milz.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal sagte, dass die Meisterschaften für Dortmund  einen recht hohen Stellenwert haben, weil die Westfalenmetropole  eine    Sportstadt ist, in der nicht nur der Fußball dominiert.   „Als wir bei uns darüber diskutiert haben, ob wir diese Titelkämpfe durchführen können, haben sich bei uns Begeisterung und Verantwortungsbewusstsein getroffen. Wir haben uns gesagt, dass wir das  mit den entsprechenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen schaffen werden und haben dann zugesagt, “ berichtete Dortmunds OB.

Die Stadt Dortmund hat in der Vergangenheit zusammen mit dem Land NRW sehr viel investiert in die Helmut-Körnig-Halle. „Sie ist ein echtes Schmuckstück geworden, und die Meisterschaften bilden für sie  eine weitere Bewährungsprobe,“ betonte Thomas Westphal.

DLV-Präsident Jürgen Kessing dankte dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Dortmund,  dass die Meisterschaften in der Helmut-Körnig-Halle trotz Corona durchgeführt werden können. „Zusammen mit unserem Organisations- und medizinischem Kompetenz-Team haben beide Partner hervorragende Vorarbeiten geleistet. Für die Athletinnen und Athleten ist es ganz wichtig, dass sie nach einer langen Trainingsphase wieder einmal zeigen dürfen, was sie zu leisten imstande sind. Die Test-Wettkämpfe, die in den letzten Wochen stattgefunden haben, lassen einige Top-Leistungen erwarten,“ vermutet der DLV-Chef. Für ihn  ist auch wichtig, dass sich die Wirtschaftspartner des DLV anlässlich der Titelkämpfe  entsprechend präsentieren können.

DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska  unterstrich die große Bedeutung der Dortmunder Hallen-DM vor allem im Hinblick auf das Erreichen von Normen und das Ranking-Verfahren für die internationalen Meisterschaften. „Gleichzeitig bieten die Deutschen Meisterschaften  in Zeiten, in denen vieles nicht normal erscheint, den Athleten  auch eine Orientierung sowie Ziele“, unterstrich  Gonschinska.

Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer Leverkusen), der sich 2020  auf 5,81 Meter verbesserte, ist ein Wettkampftyp. Daher sind  die Deutschen Meisterschaften, bei denen er um den Titel mitspringen möchte, sehr wichtig  für ihn, denn die Veranstaltung bildet  für die Athleten auf dem Weg nach Tokyo einen wichtigen Baustein. „Ohne eine Hallensaison;“ so Bo Kanda Lita Baehre ,  ist es sehr schwierig, sich im Sommer zu beweisen.“

Peter Westermann setzt auf die Routine der westfälischen Mitarbeiter*innen

FLVW-Vize-Präsident Leichtathletik, Peter Westermann, setzt bei den Titelkämpfen auf die Routine und das große Engagement der westfälischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter .„Wir sind ein erfahrener Veranstalter und Ausrichter von Meisterschaften und internationalen Veranstaltungen. Mit zum Gelingen haben in der Vergangenheit immer unsere engagierten  Kampfrichterinnen und Kampfrichter beigetragen, für die ein Einsatz bei deutschen Meisterschaften auch eine gewisse Belohnung für ihre hervorragende Arbeit darstellt.“

Ein Juwel für  die westfälische Leichtathletik ist für Peter Westermann die Helmut-Körnig-Halle. „Diese Halle hat für uns eine zentrale Bedeutung, nicht nur für Wettkämpfe, sondern auch für die  alltägliche Trainingsarbeit. Die Olympischen Spiele stehen in diesem Jahr an. Tokyo kann man nur erreichen, wenn man sehr viel trainiert. Daher sind wir recht dankbar für   diese Halle, in der sich unsere Kaderathletinnen und athleten auch in Corona-Zeiten auf solche Leichtathletik-Highlights vorbereiten können,“ betonte Peter Westermann.

Auch wenn in diesem Jahr keine Zuschauer für die Hallen-DM zugelassen werden, müssen Leichtathletik-Fans nicht auf Live-Bilder der Veranstaltung verzichten. So wird es auf leichtathletik.de einen umfangreichen Livestream von beiden Wettkampf-Tagen geben. „Für die Leichtathletik-Familie ist das eine tolle Botschaft“, sagte DLV-Präsident Jürgen Kessing.

Text/Foto: Peter Middel

Bildzeile: Spitzen-Leichtathletik vor leeren Zuschauer-Rängen-so wird es am kommenden Wochenende in der Helmut-Körnig-Halle aussehen

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